#77 Werkstätten für behinderte Menschen (Teil 2)
In Folge 77 unseres Bayern 2 Podcasts sprechen wir erneut über Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). Dafür haben wir unsere Kollegin Anne Gersdorff, Leiterin von JOBinklusive, und Dr. Oliver Gosolits, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (BAG-WfbM), eingeladen. Gemeinsam sprechen wir über die strukturellen Probleme von WfbMs.
Aktuelle Beiträge

Sit’n’Skate: Wie Rollstuhl-Skater Barrieren ins Rollen bringen
Ein Skateboard hat vier Räder. Ein Rollstuhl auch. Trotzdem hieß es für David Lebuser immer wieder: zu riskant, zu teuer versichert, nicht vorgesehen. Autorin Karina Sturm berichtet, wie er sich die Skateparks trotzdem eroberte und mit Sit’n’Skate eine ganze Bewegung ins Rollen brachte.

„Rechte werden nicht verliehen, sie müssen erstritten werden.“ Aktivist Uwe Heineker über 50 Jahre Krüppelbewegung
Seit 1971 kämpft Uwe Heineker gegen Ausgrenzung und Paternalismus. Im Interview mit Anne Gersdorff spricht er über das Krüppel-Tribunal 1981, die Zynik der Werkstätten für behinderte Menschen und warum er sich von der jungen Bewegung mehr radikalen zivilen Ungehorsam wünscht.

Behinderung sucht man sich nicht aus; Disability Pride schon!
Die meisten Behinderungen sind nicht angeboren, sondern werden im Laufe eines Lebens erworben. Autorin Karina Sturm berichtet, welche Phasen sie durchlebt hat, nachdem sie erkrankt ist. Und was ihr die Kraft gegeben hat, heute stolz darauf zu sein, Teil der Behinderten-Bewegung zu sein und für die Rechte von behinderten Menschen zu kämpfen.

Kein Zufall: Wie die AfD über Menschen mit Behinderungen spricht
Die AfD spricht von „gesunden Gesellschaften” und meint damit eine Gesellschaft ohne Menschen mit Behinderungen. Autorin Nicole Schmitt hat sich die neue Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte angeschaut, die zeigt, wie tief diese Ideologie sitzt und warum wir gerade jetzt hinschauen müssen.

Digitale Barrierefreiheit im Sale: Warum Overlay-Tools keine Lösung sind
Ein Klick auf ein Icon und alles ist barrierefrei? So einfach ist es nicht. Zwischen Overlay-Tools, KI-Versprechen und A11y-Siegeln entsteht ein Markt der schnellen Lösungen. Doch echte digitale Barrierefreiheit beginnt nicht mit einem Widget, sondern mit Struktur, Prozessen und Haltung, weiß Autor David Job.

Nicht an den Rollstuhl gefesselt, aber an das Bett gebunden?
Die Formulierung „an den Rollstuhl gefesselt“ ist eine Fremdzuschreibung, die unsichtbar macht, dass der Rollstuhl für die meisten Menschen mit Behinderungen Freiheit und Mobilität bedeutet. Gleichzeitig sprechen zahlreiche ME/CFS-Betroffene bewusst davon, bett- oder hausgebunden zu sein. Warum ist das kein Widerspruch? Eine Kolumne von Jennifer Sonntag über Sprache, Selbstbestimmung und die unterschiedlichen Realitäten von Behinderung und chronischer Erkrankung.
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